5 Reaktionen zu “schneller – höher – weiter!”

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roland | landscaping.at
am 31. March 2008 um 12:55

Muss man wirklich erst “besser verdienen” um es sich leisten zu können, dass man kürzer tritt? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstehe, denn irgendwie schwingt da auch mit, dass wir uns Zeit lassen können, bis uns die anderen einholen, um dann (kurz bevor man eingeholt wird natürlich) erst recht wieder “Gas” zu geben (nicht nur bildlich gesprochen). Das kann natürlich nicht das Ziel sein und wenn ich die Projekte von SERI und dem Autor hier genau anschaue, dann ist das auch keinesfalls gemeint. Denn wir (“die Besserverdiener”) sind wohl die, die sich am wenigsten ausrasten können. “Es langsamer angehen” können wir erst dann, wenn wir unseren Lebensstil an die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Land, usw. angepasst haben. Bis dahin werden wir wohl oder übel sehr hart arbeiten müssen.

fritz hinterberger
am 31. March 2008 um 17:47

Danke! Genau so hab ich’s auch gemeint. Für “die besser verdienenden”, die heute “zu viel/zu schnell” arbeiten, ist es eine Option weniger/langsamer zu tun (unabhängig davon, ob es vorher richtig war, so viel/schnell zu tun) und so ihren Lebensstil zu ändern, der dann auch weniger Ressourcen verbraucht. Über andere, die es mit viel harter Arbeit in unserem System gerade schaffen, einen einigermassen guten Lebensstandard zu erreichen (die viel zitierte Supermarktkassiererin) möchte ich hier nicht reden: das ist eine Verteilungsfrage. Es ging mir also um den sozialen Ausgleich und ich denke auch, dass es an uns “besserverdienenden” liegt, runter zu schalten, um diesen Ausgleich zu schaffen – im Materiellen (NICHT, um dann wieder Gas zu geben). Mehr Lebensqualität ist dann für alle noch allemal möglich. Macht es das klarer?

roland | landscaping.at
am 02. April 2008 um 18:34

Ich bin da voll bei dir! Der Druck mit dem wir Dinge heute in kürzerster Zeit erledigt haben wollen (ich schaue jeden Tag, ob es schon Antworten auf meine Kommentare gibt :-) obwohl ich weiß, dass sie auch in 5 Tagen noch genau die gleichen sein werden) ist nahezu unerträglich. Wir alle sind dem ausgesetzt und sich dagegen zu wehren ist oft anstrengender als es einfach geschehen zu lassen.

Ich habe deswegen auch schon den Fernseher weggeräumt und die Tageszeitung gegen Wochen- und Monatsmagazine ausgetauscht. Der Computer und mein Blog ist nun noch meine größte Sucht.

fritz
am 03. April 2008 um 07:28

Noch schlimmer: wir setzten uns oft gegenseitig unter Druck… Aber: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. NOCH kann ich jedenfalls aber nicht 5 Tage warten, um zu sehen, ob neue Kommentare da sind.

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Pingback von Ein ganz besonderer Vortrag | SERI am 30. September 2009 um 23:51

[...] Glück und die Grenzen des Wachstums. Und warum ein gutes Leben auch oder gerade jeneits des “immer schneller-höher-weiter” möglich ist. Den Beitrag gibt es hier zum Download. Einige Teilnehmerinnen meinten nachher, [...]

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