Die gibts bei uns einmal im Jahr, wenn ich zu Ostern bei meinem Vater in Oberösterreich zu Besuch war, wo sich der Bärlauch im Frühjahr plantagenartig ausbreitet, und ich eine entsprechende Menge mit nach Wien nehme. Hiermit beginnen wir unsere neue Serie SERI kocht, in der wir nicht nur unsere Rezepte vorstellen, sondern auch über deren Nachhaltigkeit räsonieren werden.
Ein Grund für die Wahl unseres Büros vor ein paar Jahren war ja, dass es eine große Küche hat. Diese wird gerade in letzter Zeit immer öfter genutzt. Wir essen von diversen Caterern (mit entsprechendem Verpackungsmüll-Wahnsinn) oder eben: wir kochen selber. Letzthin gab’s, wie gesagt, wieder mal meine “berühmt berüchtigten” Bärlauch-Spaghetti! Vorsicht – s c h a r f !
Ich nehme für die 12 Personen, die sich am SERI-Mittagstisch eingefunden haben:
200 g frischen Bärlauch (am besten selbst gepflückt, aber Vorsicht – es gab schon tödliche Verwechslungen mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen, was bei den derzeit in der Au stehenden Bärlauchfeldern aber eigentlich nicht passieren kann!)
150 g Hartkäse (ob Grana Padano, Parmesan oder Vorarlberger Bergkäse ist in Wien aus Sicht des Transportweges praktisch egal)
150 ml Bio-Olivenöl (natürlich könnte es auch was heimischeres sein)
und (statt der Pinienkerne) 100 g Kürbiskerne.
Alles im Mixer zu einem Pesto-/Spinat-artigen Brei vermantschen (lassen). Lässt sich auch gut einfrieren – um auch im Herbst Frühlingsgefühle zu wecken!
Wenn’s dann soweit ist:
1500 g Spaghetti – Bio, eh kloar, kochen und dann
(wichtig!) ein paar Esslöffel vom heißen Nudelwasser unter das Pesto rühren, so dass es schön weich wird.
Dann das Pesto mit den Nudeln mischen und servieren.
Wie gesagt: Vorsicht – s c h a r f !
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Nun zur “Nachhaltigkeit” dieses Festmahls. Mein Kollege Andreas Teufel, der auch hier bloggt, hat ein wenig recherchiert:
CO2-Rucksäcke in kg CO2-Äquivalent pro kg Produkt (siehe dazu die unten angegebenen Quellen)
Teigwaren: 0,919 kg/kg [1] / Teigwaren – öko: 0,576 kg/kg [2]
Käse: 8,5 kg/kg [1] / Käse – öko: 7,8 kg/kg [2]
“Speiseöl-Mix” (Basis Sonnenblumenöl): 1,88 kg/kg [2] / Speiseöl-Mix – öko: 1,16 [2]
Der Transport ist dabei…
Das alles ist natürlich ohnehin nur als grobe Schätzung zu verstehen – incl. Transport, wobei laut [1] der Transportanteil marginal ist.
Das wären also für uns pro Person 20 dag CO2 (ohne Bärlauch und Nüsse).
Quellen:
[1] www.oeko.de/service
[2] GEMIS 4.4 www.gemis.de

