Na, eigentlich war ich das schon immer. Nur jetzt ist es offiziell: ich bin Utopistin Nr. 17.690 in einem virtuellen Land namens – welch Überraschung – Utopia.
Für den Zukunftsforscher Robert Jungk waren Utopien der Antrieb für soziale Erfindungen in einer wünschenswerten Zukunft. Durch Förderung der Phantasie verhindern sie das Versinken in Passivität und Resignation. Und obwohl Utopien als nicht erreichbare Wunschvorstellungen gelten, wird in Utopia paradoxerweise dennoch an die Umsetzung von Utopien geglaubt. Da schwirren zig Wünsche und Ideen von einer besseren Welt herum – vom anspruchsvollen Traum “2030 – renewables worldwide” über bodenständigere Forderungen wie “Umwelterziehung an Grundschulen” und “Weltweite Abrüstung” bis zu kreativen Ideen für den Alltag à la “Weniger heizen, stattdessen dicke, schicke Pullis” und “Mehr gute Laune. Macht unglaublich produktiv.” Was alle Utopien und Beiträge in Utopia gemeinsam haben: sie fordern die Diskussion heraus, regen zum Nachdenken an und erzeugen durch das wunderbare Gefühl von Gemeinsamkeit die nötige Motivation, die Realisierung unserer Utopien und Visionen selbst in die Hand zu nehmen.
“Ohne Ort” bedeutet das aus dem Griechischen stammende Wort “Utopie”. Utopia ist als virtuelle Plattform tatsächlich ohne physischen Ort. Durch die Vernetzung von Gleichgesinnten findet Utopia jedoch Platz in tausenden Köpfen, brütet dort Ideen aus und erzeugt dadurch eben jenen Antrieb für soziale, ökologische, praktische und notwendige Erfindungen in einer wünschenswerten Zukunft.
Eine großartige Initiative.
www.utopia.de – eine Internetplattform für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil


