4 Reaktionen zu “Weniger Wachstum – (k)ein Problem?”

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Matze
am 25. August 2009 um 14:15

In Ländern wie China und Indien entsteht Wachstum auf Kosten der Natur und der Menschen.
Wir hingegen haben die Chance, Wachstum durch Nachhaltigkeit zu schaffen:
Erneuerbare Energien schaffen 80 Arbeitsplätze pro Tag!
Halte selbst geringes Wachstum mit Umweltbewusstsein besser als starkes Wachstum auf Kosten der Umwelt. Ein Umdenken in der Gesellschaft muss stattfinden…

fritz
am 07. September 2009 um 16:42

auch “wir” sind auf Kosten der natur gewachsen. In den letzten Jahrzehnten haben wir gelernt, die “Umweltverschmutzung” zu exportieren und unsere Wohlstands-Massen-Güter zu importieren. Über den (globalen) Klimawandel kommt das jetzt wieder auf uns zurück.

Klaus Bamberger
am 14. September 2009 um 07:25

Ich stimme ohne Einschränkungen zu, dass dies die wohl entscheidendste Frage ist, wenn Nachhaltigkeit gelingen soll. Allerdings bezweifle ich, dass Maßnahmen wie gerechte Verteilung der Arbeit und eine Umgestaltung des Steuersystems ausreichend sind.

Es zeigt sich zunehmend, dass unser Wirtschaftssystem an einem Grundübel laboriert: reale Wachstumsraten unter dem realen Zinssatz führen zu krisenhaften Erscheinungen, höher Arbeitslosigkeit etc. (vgl. zB Stephan Schulmeister). Hohe Wachstumsraten stellen uns vor immer dramatischer werdenden ökologischen Folgen. Unser Wirtschaftssystem war wohl sehr brauchbar in der Zeit des Aufbaus (50er, 60er-Jahre), nicht aber für eine bereits sehr reiche Volkswirtschaft, die eher an intragenerationeller Verteilungsgerechtigkeit scheitert, denn an der absoluten Höhe des Stoffumsatzes etc.

Es ist höchste Zeit von einer Wachstumsökonomie in eine Post-Wachstums- bzw. Stabilitätsökonomie umzuschwenken. Entscheidend ist dabei für mich der Blick auf die innerste Funktionsweise des kapitalistischsten Systems: der Wert des Geldes an sich, neoklassisch ist das Kapital allein schon ertragsbringend. Die Wurzel des Wachstumszwangs mit allen, immer drastischer werdenden Folgen liegt imho im Geld- und Zinssystem begraben, das den “Takt” des Wirtschaftssystems vorgibt. Es gibt viele kritische Stimmen dazu, die erst jetzt – in der Krisenphase – öfter gehört wurden, aber die Mainstream-Ökonomie noch nicht erschüttern konnten.
Möge dieses Thema in jede Diskussion über Wachstum, Nachhaltigkeit, sozialen Zusammenhalt und Ökologie eindringen!

lg, Klaus

Webtipp (als Beispiel): geldreform.de (dann zB auf “NEUES” klicken – aktuelle Artikel und Diskussionen).

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