Das Ergebnis von Kopenhagen ist ein Desaster - das sagen sogar die, die es beschlossen haben. Letztlich haben sich die Akteure gegen das Risiko entschieden, den Lauf der Geschichte zu verändern. Das bedeutet nicht nur einen Anstig des Meeresspiegels, sondern vor allem eine dramatische Verschlechterung der Welt-Ernährungssituation und schließlich des Welt-Friedens (siehe den 2007er-Bericht des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltfragen der deutschen Bundesregierung).
Wirtschaftliche Entwicklung, wie wir sie kennen, hängt in erheblichem Ausmaß vom Wirtschaftswachstum ab. Dass sich die dramatische Reduktion von Treibhausgasen wohl negativ auf das Wachstum der Weltwirtschaft auswirken wird, wurde gerade jetzt wieder von einer Gruppe österreichischer ÖkonomInnen aus Instituten, Universitäten, Ministerien und dem Finanz-Sektor fest gestellt.
Das war wohl auch der entscheidende Hemmschuh für die Verhandler in Kopenhagen. Ist Wirtschaftswachstum also wichtiger als Lebensraum von Millionen und die Ernährung von Milliarden Menschen?
